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Katerina Mildnerová
Namibian Czechs. History and identity of the Namibian children raised in Czechoslovakia

Wien, LIT Verlag, 2020

  • Language: English
  • 301 pages 
  • Ethnologie / Anthropology, Vol. 73
  • Paperback
  • ISBN 978-3-643-91339-5
  • EUR 39,90 

The book focuses on the history and identity of Namibian Czechs, originally a group of prominent child war refugees admitted by the Czechoslovak government in 1985 for education as an expression of international solidarity assistance to SWAPO liberation movement. The educational project with elements of social engineering was interrupted in 1991 due to political changes in both countries. The relocation of the children to Namibia had a dramatic impact on their future lives. Namibian Czechs never fully integrated into Namibian society, moreover they proudly proclaim their belonging to Czechness.

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Sebastian Justke
»Brückenbauen« gegen Apartheid?
Auslandspfarrer in Südafrika und Namibia

Göttingen, Wallstein Verlag, 2020

  • Language: German
  • 496 pages, 17 illustrations 
  • Hamburger Beiträge zur Sozial- und Zeitgeschichte, Vol. 59
  • Harcover
  • ISBN 978-3-8353-3640-7
  • EUR 46,00 

Die evangelischen Kirchen in der Bundesrepublik waren direkt am Apartheidkonflikt in Südafrika und Namibia beteiligt. Diese Mitwirkung zeigte sich in der personellen und finanziellen Unterstützung deutschsprachiger Auslandsgemeinden durch die Evangelische Kirche in Deutschland. Eine Schlüsselrolle in diesem transnationalen Beziehungsgeflecht spielten westdeutsche Geistliche, die über das Kirchliche Außenamt als »Auslandspfarrer« in die Auslandsgemeinden entsandt wurden. Angesichts der seit den späten 1960er Jahren wachsenden internationalen Proteste gegen die Apartheid geriet diese Form der Unterstützung in die Kritik. Der Umgang mit der Apartheid wurde so zu einem Grundkonflikt des Auslandsdienstes westdeutscher Pfarrer in Südafrika und Namibia. Gestritten wurde um die Einheit der Kirche über »Rassen«-Grenzen hinweg, über Begegnungen zwischen »Schwarz« und »Weiß« und um das rechte Kirchen- und Glaubensverständnis. Sebastian Justke legt offen, wie der Konflikt Fragen nach der eigenen Lebensweise und Zugehörigkeit in der letzten offen rassistischen Gesellschaft des 20. Jahrhunderts berührte.

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Michaela Fink and Reimer Gronemeyer
Namibias Kinder. Lebensbedingungen und Lebenskräfte in der Krisengesellschaft

Bielefeld, transcript, 2020

  • Language: German
  • 214 pages
  • Paperback
  • ISBN 978-3-8376-5254-3
  • EUR 35,00 

Die extremen Unterschiede zwischen Arm und Reich gehen in Namibia mit einer Verschlechterung der Lebenslage vieler Kinder einher, die schutz- und obdachlos in großer Armut leben. Wie sieht der Alltag dieser Kinder im ländlichen Norden und in den urbanen Blechhütten-Siedlungen Windhoeks aus? Michaela Fink und Reimer Gronemeyer haben sich auf die Suche gemacht und mit betroffenen Kindern und den sie unterstützenden zivilgesellschaftlichen Initiativen in Namibia gesprochen. Die berührenden, bewegenden aber auch spannenden Erzählungen zeigen auf, dass bei vielen Kindern trotz widrigster Lebensumstände bemerkenswerte Lebenskräfte wirken und sie Wege finden, dieses Leben zu meistern.

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Julia Runge
Shebeen Queens.
Begegnungen in Namibias Townships : close encounters in Namibian townships

Hamburg, Palmato Publishing, 2020

  • With an essay from Fabian Sander
  • Language: German / English
  • 104 pages
  • Numerous photographs
  • Hardcover
  • Print: ISBN 978-3-946205-33-3
  • EUR 29,99 

Julia Runge erzählt mit ihren Bildern die Geschichten starker Frauen, die in den Townships in Namibia zu Königinnen kleiner Reiche geworden sind, zu selbstbestimmten Unternehmerinnen, die in einer weitestgehend patriarchalisch geprägten Gesellschaft als wichtige Stützen der Gemeinschaft fungieren. Die Fotografin Julia Runge, vielen schon von ihrem Projekt „Basterland“ bekannt, hat wieder eine wenig beachtete Gruppe der namibischen Gesellschaft in den Mittelpunkt ihrer künstlerischen Arbeit gestellt. In Shebeen Queens porträtiert sie starke Frauen, die in den Townships Namibias eine Bar, eine sogenannte Shebeen betreiben. Während die negativen Auswirkungen von Alkohol in den Armutsvierteln oft thematisiert werden, bleibt in der Regel unberücksichtigt, welch wichtige soziale Funktion die Shebeens als Treffpunkt haben und wie sie es Frauen ermöglichen, in schwierigsten Verhältnissen mit ihre oft großen Familien zu ernähren. Julia Runge ist diesen Frauen auf Augenhöhe begegnet, voller Respekt für ihren Mut und ihre Würde, und hat ihr Vertrauen gewonnen. So entstanden fast intim anmutende Porträts, die man nicht vergisst.

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Kletus Muhena Likuwa
Voices from the Kavango.
A Study of the Contract Labour System in Namibia, 1925-1972

Basel, Basler Afrika Bibliographien, 2020

 

  • Language: English
  • ca. 250 pages, illustrations, index
  • BNSS, Vol. 22
  • Paperback
  • Print: 978-3-906927-19-0
  • CHF 22,00 

Voices from the Kavango explores the contribution that the life histories and the voices of the contract labourers make to our understanding of the contract labour system in Namibia. In particular it asks: is it possible to view the migration of the Kavango labourers as a progressive step, or does the paradigm of exploitation and suppression remain the dominant one? The study highlights contract labourers engaging in a defeating activity and their disappointment with the little rewards which were non-lasting solutions to their problems. The realization of their entrapment under the contract system and the eventual frustrations led to the political mobilization for independence by SWAPO.

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Christoph Hagebeucker
Exotik im Dritten Reich
Das Koloniale in populären Medien und die Mobilisierung der Deutschen

Hamburg, Dr. Kovac, 2019

  • Language: German
  • 496 pages
  • Studien zur Zeitgeschichte, Vol. 113
  • Paperback
  • Print: ISBN 978-3-339-11280-4
  • EUR 129,80 

Diese Studie untersucht die Repräsentation des deutschen Kolonialismus in Afrika in ausgewählten populären Medienformaten der Jahre 1933 bis 1945. Die als exotisch geltenden Kolonien tauchten in großer thematischer Bandbreite in den zahlreich erschienenen Spiel- und Kulturfilmen, in Sammelbildern sowie in den entsprechenden Alben, in Groschenromanheften und in Zeitschriften auf. Im Mittelpunkt dieser Untersuchung steht dabei die Frage, mit welchen Inhalten und Botschaften das Kolonialthema in den Jahren der nationalsozialistischen Herrschaft im populärkulturellen Diskurs auf den unterschiedlichen Argumentations- und Repräsentationsebenen aufgegriffen wurde. Als ein zentrales Motiv der Kolonialpropaganda ohne gleichzeitigen Kolonialbesitz wird das Potential des Kolonialthemas herausgearbeitet, Teile der deutschen Bevölkerung für das nationalsozialistische Regime zu mobilisieren.

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Erika von Wietersheim
Guten Morgen Namibia 
Eine Farm, eine Schule und unser Weg von der Apartheid zur Unabhängigkeit

Hamburg, Palmato Publishing, 2019

  • Language: German / English version available as e-book
  • 3676 pages, map
  • Hardcover
  • Print: ISBN 978-3-946205-30-2
  • EUR 24,99 

In dieser biografischen Erzählung nimmt uns Erika von Wietersheim mit in die Zeit von 1976 bis zur Verabschiedung der ersten Verfassung für das unabhängige Namibia am 21. März 1990. Es ist die Geschichte einer zweifachen Emanzipation: Die junge, im Studium in Südafrika liberal geprägte Namibierin kommt auf die Farm ihrer Schwiegereltern in ein traditionelles, von der Apartheid bestimmtes Gefüge. Was kann sie tun, um ihren Teil beizutragen zu einem gerechteren Miteinander der Völker und zu besseren Zukunftsperspektiven für die durch Kolonialisation und Apartheid unterdrückten Menschen? Bildung heißt ihre Antwort, und so baut sie – zunächst ohne jede Unterstützung – eine Farmschule auf und begibt sich damit auf einen Weg, der sie mit vielen zentralen Personen der namibischen Unabhängigkeitsbewegung zusammenführt. Die Autorin verwebt kunstvoll Beschreibungen ihres Lebens auf der Farm mit politischen Hintergründen und Bewegungen, gibt uns Einblicke in die Kultur der dort ansässigen Volksgruppe der Nama, lässt uns die Höhen und Tiefen des Farmalltags erleben und zeigt, dass es auch in der weißen namibischen Bevölkerung die Bestrebungen nach einer gerechten und selbstbestimmten Gesellschaft gab.

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Hans-Martin Milk
"... der im Sturm steht wie ein Kameldornbaum"
Die Evangelisten Namibias und ihre Geschichte

Köln, Rüdiger Köppe, 2019

  • Language: German
  • ix, 488 pages, illustrations, index
  • InterCultura, Vol. 11
  • Hardcover
  • Print: ISBN 978-3-89645-452-2
  • EUR 44,80 

Dieses Buch stellt die Einzelschicksale von namibischen Evangelisten dar, untersucht ihre Alltagsstrategien und beschreibt, wie sie in den verschiedenen Geschichtsphasen Namibias zwischen 1820 und 1990 gehandelt haben. Es ist Anliegen dieses Buches, den Evangelisten Namibias ein Profil zu geben, ihre spannenden Lebensskizzen nachzuzeichnen und damit den Blick auf die Geschichte Namibias zu differenzieren. Es ist die Geschichte der Evangelisten, die in besonderer Weise die Entstehung einer der bedeutenden protestantischen Kirchen Namibias geprägt haben. Die Geschichte dieser Kirche, der Evangelical Lutheran Church in the Republic of Namibia (ELCIN), ist die Geschichte der Evangelisten. Mit den Biografien soll eine neue Perspektive auf die Entstehungsgeschichte erschlossen werden.

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Jan Kwalath
Der Hamburger Hafen und der deutsche Kolonialkrieg in Namibia 1904–1907. Die Inszenierung kolonialer Gewalt im Baakenhafen

München, Allitera Verlag, 2019

  • Language: German
  • 128 pages, illustrations, map
  • Hamburger postkoloniale Studien, Vol. 5
  • Paperback
  • Print: ISBN 978-3-96233-111-5
  • EUR 18,90 

Der Hamburger Baakenhafen und besonders der Petersenkai wurden durch die deutschen Truppentransporte zu zentralen Orten für die Kolonialgeschichte. Im Baakenhafen wurde nicht nur Handel mit vielen Kolonien – deutschen und nicht-deutschen – getrieben: Auch die koloniale Ordnung zwischen Kolonisierten und Kolonisatoren wurde hier inszeniert. Dies geschah sehr verdichtet während des Kolonialkriegs in Deutsch-Südwest-Afrika, für den nahezu alle Truppentransporte zum Kriegsschauplatz über dieses Hafenbecken gingen und viele davon auch hier wieder ankamen. In welcher Art und Weise wurde Kolonialismus im Baakenhafen während des deutschen Kolonialkriegs in DSWA inszeniert? Um auf diese Frage Antwort zu geben, werden im vorliegenden Band der »Hamburger postkolonialen Studien« die Ereignisse im Baakenhafen dargestellt und auf ihren Inszenierungscharakter hin untersucht. Dabei wird der Verlauf der Darstellungen thematisiert, mögliche beteiligte Akteur*innen – wie zuständige Militärbehörden, der Senat der Stadt Hamburg, die Reedereien, die Soldaten und deren Angehörige sowie die Bewohner*innen der Stadt Hamburg – identifiziert und deren jeweilige Rollen bei den Ereignissen in die Reflexionen einbezogen.

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Judith Fait
Kupfer, Kolonialismus, Kapital. Das Bergwerk Tsumeb, Namibia

Hamburg, Diplomica Verlag, 2019

  • Language: German
  • 212 pages, 180 illustrations
  • Paperback
  • Print: ISBN 978-3-96146-712-9
  • EUR 39,50 

In den bisherigen Arbeiten zum deutschen Kolonialismus wurde der Abbau von Mineralien als eher randständiger Aspekt thematisiert. Dabei stellten die Industrialisierung und der damit einhergehende Rohstoffbedarf im Fall der ersten deutschen Kolonie, dem heutigen Namibia, eine treibende Kraft dar. Die von der Kolonialindustrie geschaffenen Strukturen und Abhängigkeiten sind bis heute wirksam. Als exemplarisches Beispiel dient die Mine der Superlative in Tsumeb. Das Buch behandelt nach einem kurzen Abriss der Landesverhältnisse und der Entstehungsgeschichte des Erzvorkommens die Anfangsphase der Kolonisierung durch christliche Missionen, die Händler und Kupfergräber ins Land zogen. Die späteren Verflechtungen von Montanindustrie und Politik, die auch Wissenschaftler zu Handlangern der Ausbeutung kriegswichtiger Rohstoffe machten, warfen Milliardengewinne ab. Die in der Kolonie eingesetzten Technologien waren dabei meist das Modernste, was die zeitgenössische Technik zu bieten hatte. Abschließend wird dargelegt, mit welchen Mitteln uns das Vergessen dieses Teils der deutschen Geschichte leicht gemacht wurde. Ein besonderes Highlight sind die erstmals veröffentlichten historischen Fotografien.

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Julia Pauli
The Decline of Marriage in Namibia
Kinship and Social Class in a Rural Community

Bielefeld, transcript, 2019

  • Language: English
  • 296 pages
  • Paperback
  • ISBN 978-3-8376-4303-9
  • EUR 44,90 

In Southern Africa, marriage used to be widespread and common. However, over the past decades marriage rates have declined significantly. Julia Pauli explores the meaning of marriage when only few marry. Although marriage rates have dropped sharply, the value of weddings and marriages has not. To marry has become an indicator of upper-class status that less affluent people aspire to. Using the appropriation of marriage by a rural Namibian elite as a case study, the book tells the entwined stories of class formation and marriage decline in post-apartheid Namibia.

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Richard A. Voeltz (ed.)
S. Garforth Pearsons's Diary for the Kaokoveldt Expedition, 1895 - 1896

Bochum, Welwitschia Verlag, 2019

  • Language: English
  • 51 pages
  • Quellen zur Kolonialgeschichte, Vol. 2
  • Paperback
  • Print: ISBN 978-3-939886-04-4
  • EUR 9,95

S. Garforth Pearson was was a mining engineer, and an employee of the South West Africa Company, Ltd., an Anglo-German mining and con­cessionary company founded in 1892 and operating in what was then the German colony of South West Africa. He kept a diary that gives an account of the northern part of the Kaokoveldt expedition that his company undertook in 1895–1896. His careful, and frequently arrogant, narrative presented here for the first time includes important information on ‘trekking’, the geography and wildlife of Namibia, gold mining frauds, white traders, the German colonial soldier, European towns, European-Boer, and European-African ‘race relations’ in the very young German colony of South West Africa. The African people are seen through the biased eyes of a nineteenth century Englishmen confident of his moral and cultural supremacy. Yet Pearson does provide fascinating glimpses into the cultures and individual lives of the people he encounters. How nice it would be to hear their side of the story, to have their reminiscences recorded. But at least we must be thankful for a chance to learn more about them albeit through the eyes and life of another.

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Theo Sundermeier
Lehren und Lernen in Afrika

Leipzig, Evangelische Verlagsanstalt, 2018

  •  
  • Language: German
  • 212 pages, 15 illustrations
  • Paperback
  • Print: ISBN 978-3-374-05775-7
  • EUR 28,00 

1971 erklärte der Internationale Gerichtshof das Südafrika übertragene Mandat über Namibia für völkerrechtswidrig. Das war der Kairos, den die beiden lutherischen Kirchen in Namibia wahrnahmen und in einem »offenen Brief« an den Premierminister von Südafrika die Menschenrechte einklagten und ein freies Namibia forderten. Dieser Brief wirkte wie ein Fanal in der Gemeinschaft der Lutherischen Kirchen weltweit. Wie es dazu kam und wie der »Offene Brief« entstand, schildert hier der letzte lebende Zeitzeuge. Ein zweiter Schwerpunkt des Buches schildert den Weg des Theologen Theo Sundermeier, der zum Lehren nach Namibia kam und zum Lernenden wurde. Mission beginnt nicht mit lehren oder predigen, sondern mit hören und nochmals hören und der Aufgabe, den anderen zu verstehen. Kernbegriffe von Sundermeiers universitären Lehrtätigkeit in Deutschland wurden hier geformt u.a. »Hermeneutik des Fremden«, »Konvivenz«, »primäre und sekundäre Religion«.
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